Fotomarathon München

FMM12

Nächste Woche Samstag ist es so weit, dann findet am 20.07.2013 der zweite Fotomarathon München statt. Auch dieser Jahr bin ich weider dabei und ich freue mich schon tierisch auf den Tag! Ich bin dann der, der mit der Startnummer 001 bewaffnet mit einem Fotoapparat verzweifelt durch die Stadt rennt und Motive sucht. Wie auch letztes Jahr werde ich sicher auf all meinen Kanälen (hauptsächlich Twitter und Instagram) live von meinem Marathon berichten. Letztes Jahr schrieb im Anschluss ich auch einen kleiner Erfahrungsbericht. Da ich diesen Blog noch nicht hatte landete der Text bei Tumblr. Quasi als Vorbereitung auf den Marathon 2013 möchte ich meine Erfahrung aus dem Jahr 2012 hier noch mal teilen:

FMM12

2012 Jahr hatte ich die Startnummer 3 – dieses Jahr wird es die 1 sein.

#FMM12 – Fotomarathon München 2012 – Mein Erfahrungsbericht

Am vergangenen Samstag war es also soweit – der erste Fotomarathon München fand statt und ich war dabei.

Aber fangen wir zunächst weiter vorne an. Als ich vor über einem Jahr davon hört, dass die Mädels und Jungs von Photowalking Munich einen Fotomarathon veranstalten wollen war für mich immer klar: Da bist du dabei. Bei Facebook verfolgte ich, wie sie nach Berlin reisten um sich den dortigen Fotomarathon anzuschauen. Ich las von Sponsoren und Fortschritten in der Planung und Organisation. Das ganze nahm Gestalt an. Als dann die Anmeldung offen war meldete ich mich sofort an und zahlte auch brav meine Startgebühr. Jetzt war ich also dabei – bei diesem Fotomarathon. Was so ein Fotomarathon eigentlich genau ist, wusste ich – den ganzen Tag fotografieren, paar Aufgaben/Themen lösen und etwas Socializing war meine Vorstellung. Dann las ich mir zwei Abende vor dem Start doch mal die Regeln durch…

Fotomarathon bedeutet (bedeutete dieses Jahr): 1 Tag – 8 Stunden – 12 Themen. Klingt noch harmlos, oder? Ja, dachte ich auch. Die Themen werden in zwei Blöcken bekannt gegeben – 6 Themen am Vormittag, 6 Themen am Nachmittag. Ja gut, wenn es denn sein muss. Die Themen sind in chronologischer Reihenfolge „abzuarbeiten“. Es dürfen am Ende nur 12 JPEGs auf der Speicherkarte sein. Die Reihenfolge der 12 Dateien (Zeitstempel) ergibt somit implizit die Zuordnung zum jeweiligen Thema. Ähm, ups, ooookaaay…. Das fand ich schon recht sportlich!

Nach der Registrierung ein paar netten Reden und ein bisschen Smalltalk mit bekannten Gesichtern ging es dann los. Die Spannung bei der Themenbekanntgabe war durchaus groß – das Ober-Thema war „Am Rande des Lichts“ – mein erster Blick ging sofort Richtung Himmel – der war grau – und so blieb er auch fast den ganzen Tag.

Tja und dann steht man da wie der Ochs vorm Berg. Jetzt durch München laufen und einfach nach Motiven suchen, die zu einem der Themen passen wäre ja „easy“. Aber ich soll zu DIESEN Themen jetzt in chronologischer Reihenfolge genau nur EIN Bild pro Thema aufnehmen und dazu habe ich auch noch ein Zeitlimit? Uiuiui. Also ging ich erst mal in Ruhe einen Kaffee trinken und was frühstücken…. Dabei ratterten mir diverse mögliche Locations durch den Kopf. Eine wirkliche Idee, einen Master-Plan hatte ich nicht, also latschte ich erst mal einfach los in Richtung Isar.

Da ich die Regeln ja (zum Glück) doch vorher noch gelesen habe, hatte ich ein kleines Lego Männchen dabei. Dieses Lego-Männchen ist, wenn man so will, das 8 Bit Abbild meines digitalen „ich“, denn seit Jahren verwende ich überall im Web einen gelben Smiley mit blauer Capy als Avatar, welches nun durch das Lego Männchen ersetzt wird und ähnliche Merkmale aufweist. Diesem „Mini-Me“ habe ich per Post-It die Nummer „003“ auf die Brust geklebt, denn das erste Bild muss die Startnummer enthalten und ich wollte Mini-Me gerne auf dem ersten Foto unterbringen. Also suchte ich einen Platz für Mini-Me – mit Sonne und/oder Herz…

Die Figur aber nur auf dem ersten Foto zu platzieren oder nur auf einigen empfand ich dann aber auch als unpassend, schließlich sollte das Ganze eine Serie werden. Also stand der Beschluss fest, was das verbindende Glied meiner Serie wird: „Mini-Me“. Schnell merkte ich auch, dass ich mich ausschließlich an Querformat halten würde, da ich (bei der Vorschau auf der Kamera) es als für eine Serie störend Empfand, wenn Quer- und Hochformat gemischt waren.

Somit hatte ich meine verbindenden Elemente aber durch die festen Themen, die chronologische Reihenfolge, den Zeitdruck und die Tatsache nicht bearbeiten zu dürfen da auch noch „meinen Stil“ rein zu bring war durchaus schwierig. Dennoch ist es irgendwie passiert, viele Linien, viele Symmetrien, eher reduzierte Aufnahmen. Andres als sonst aber schon irgendwie ich.

Am Ende war ich nicht sehr zufrieden mit meiner Serie – irgendwie war das nicht das, was ich sonst so mache. Aber ich schaute mit der falschen Brille drauf. Beim Blick in die Fotos der anderen Teilnehmer bei Flickr sah ich, dass es auch bei ihnen meistens Unterschiede zu den sonstigen Bildern gab. Beachtet man also die Rahmenbedingungen und versteht warum ich welches Thema wie umgesetzt habe (bedarf eben leider etwas Hintergrund-Informationen über „Mini-Me“ – bei Flickr habe ich die Idee zu jedem Bild/Thema kurz skizziert) bin ich doch sehr zufrieden mit meiner Umsetzung.

Jetzt habe ich recht ausschweifend angefangen und breche doch recht rapide ab – naja, ich bin eben kein Blogger! Fazit: Der Fotomarathon München war eine tolle Veranstaltung, super organisiert, eine große Herausforderung und vor allem ein riesen Spaß! Ich bin gespannt auf die Ergebnisse und freue mich auf den Fotomarathon München 2013!

Danke an:

Flickr-Links: